Was fanden Anhänger der 1717 begründeten und somit bereits 300 Jahre bestehenden Freimaurerei am Alten ­Ägypten so faszinierend? Warum preist der Chorgesang­ „O Isis und Osiris“ in Mozarts berühmtester, 1791 uraufgeführter Oper „Die Zauberflöte“ ausgerechnet ägyptische Götter?

Auf die Spur führt Jean Terrassons 1731 veröffentlichter Roman über das Leben des ägyptischen Pharaos ­Sethos. Er schildert harte und abenteuerliche Prüfungen, deren Bestehen den Titelhelden zu einem guten und ­weisen Menschen machen. Ägyptens Mysterien werden dadurch als vorbildliche Bildung für das 18.Jahrhundert, die Zeit der Aufklärung, dargestellt.

Ob nun das Geheime an der frühen Freimaurerei als Aufklärung oder Alchemie, als Lust an der Sensation oder als Beherrschung der Leidenschaften verstanden wurde, Ägypten bot für die unterschiedlichen Richtungen der Frei­maurerei stets eine Projektionsfläche. Toleranz, Humanität, ­B­rüderlichkeit und Wohltätigkeit, denen sich die Frei­maurer heutzutage verpflichtet fühlen, wurzeln auch in diesem, in den Logen der Aufklärung ausgetragenen Streit über ein mehr oder weniger authentisches Ägyptenbild.

Diesen „ägyptischen Wurzeln“ auch unseres heutigen Zusammenlebens spürt die Ausstellung anhand von altägyptischen Originalobjekte des Museums sowie wertvollen Leihgaben aus Bibliotheken nach … stets begleitet von Mozarts „Zauberflöte“, nach neuesten Forschungsergebnissen eine reine Freimaurer-Oper!

Ein Auszug für Sie aus unserem Begleitprogramm 2018.
Alle genauen Details entnehmen Sie bitte dem PDF welches Ihnen zum Download zur Verfügung steht oder im Museum August Kestner ausliegt

Begleitprogramm 2018

Begleitprogramm 2017

Vorträge

Weitere Veranstaltungen

Feb.
Dr. Adelheid Schlott

„Die Zauberflöte“ im altägyptischen Gewand im Werk der Scherenschnittkünstlerin und Filmpionierin Lotte Reiniger (1899-1981)

21.02.2018 um 18.30 Uhr
im Museum August Kestner
Feb.
April
Marie Dettmer

Literatur-Führungen
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!

25.02. und 22.04.2018
von 15.00 bis 16.30 Uhr
im Museum August Kestner
April
Dr. Ernst Czerny

Visionen vom Alten Ägypten im 19. Jahrhundert: Bilder vom Leben zur Zeit der Pharaonen

11.04.2018 um 18.30 Uhr
im Museum August Kestner
Mai
Ruben Michael, Dr. Stefan Mauß
Dr. Chrisitan E. Loeben, Daniel Rudolph

Variationen von Zauberflöteninszenierungen – ein Blick in die Zukunft

24.05.2018 von 18.00 – 20.00 Uhr
im Museum August Kestner
Juni
Prof. Dr. Darius A. Spieth

Freimaurerei „original“ aus Ägypten: Ein Isis-Kult im Paris des frühen 19. Jahrhunderts

20.06.2018 um 18.30 Uhr
im Museum August Kestner
Juni
Kestner im „Außendienst“

Freimaurerei in Hannover heute

14.06.2018 um 19.30 Uhr
im Logenhaus
Lemförder Str. 7
30169 Hannover

Individuelle Führungen (durch Ägyptologen, Freimaurer oder beide als „Tandem“)
zum Preis von € 45,00 (plus Museumseintritt) können hier gebucht werden:

Besucherservice Museum August Kestner
(Frau Petra Distler): Tel. 0511 168-42120 oder -36555;
museumspaedagogik.kestner@hannover-stadt.de oder
museen-kulturgeschichte@hannover-stadt.de

Unsere Partner, Sponsoren und tatkräftigen Unterstützer die diese Ausstellung erst realisierbar gemacht haben. Wir danken Ihnen für diese Möglichkeit

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Mit Beiträgen von:
Jan Assmann, Edzard Bakker, Winfried Brinkmann, Marcel M. Celis, Florian Ebeling,Thomas L. Gertzen, Thorsten Henke, Kirsten Konrad, Christian E. Loeben, Markus Meumann, Siegfried Schildmacher, Heike C. Schmidt, Hugo Shirley, Darius A. Spieth, Eugène Warmenbol und Holger Wenzel.

Florian Ebeling (Universität Heidelberg) ist Ägyptologe mit einem Forschungsschwerpunkt zur Geschichte der ­Ägyptenrezeption, zum Hermetismus und zur Freimaurerei im 18. Jahrhundert. Er ist ­Herausgeber der Zeitschrift Aegyptiaca. Journal of the History of Reception of ­Ancient Egypt und Autor von u.a. Das ­Geheimnis des Hermes Trismegistos. ­Geschichte des Hermetismus von der Antike bis zur Neuzeit (München 2005).

KOSTENLOSE LESEANSICHT

Christian E. Loeben (Museum August Kestner, Hannover) ist Ägyptologe mit dem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Kunst und ­Architektur des Neuen ­Reiches sowie ­„ägyptische Museologie“. Seine ägyptol­ogischen Dozenten- und Kuratoren­kompetenzen durfte er bereits in den Dienst von Institutionen in Basel, Berlin, Chicago, Edinburgh, Göttingen, Havanna, Kairo, Köln, Landshut, Leiden, Leuven, Leipzig, Luxor, Marburg, Paris und Zürich stellen.

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